Die verschiedenen Wege zum Eigenheim – Möglichkeiten zur Hausfinanzierung

Das Eigenheim – Ein Traum, den viele Menschen träumen, doch nur wenige können das notwendige Eigenkapital für die Hausfinanzierung aufbringen, um sich diesen Wunsch zu erfüllen. Dann scheint eine „Vollfinanzierung“ ein naheliegender Gedanke zu sein, allerdings ist diese Option mit Risiken verbunden. Denn wer Aufgrund von Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Berufsunfähigkeit nicht mehr in der Lage wäre, die monatlichen Raten zu tilgen, wird um den Hausverkauf nicht herum kommen, und meistens reicht der Verkaufsbetrag nicht zur vollständigen Tilgung der Vollfinanzierung aus. Der Bau oder Kauf eines Hauses lässt sich durch verschiedene Möglichkeiten realisieren.

Hausfinanzierung durch gängige Darlehensformen

Viele deutsche Hauseigentümer haben sich ihr Eigenheim über Kredite finanziert. Die häufigsten Formen der Hausfinanzierung sind das Annuitätendarlehen oder das Tilgungsdarlehen. Bei einem Annuitätendarlehen erfolgt die Rückzahlung mit konstanten Raten, dessen Höhe während der gesamten Laufzeit stets gleich bleibt und die sich aus einem Tilgungsanteil und einem Zinsanteil zusammensetzen. Während der Tilgungsanteil steigt, fällt auch der Zinsanteil, da mit jeder Rate ein Teil der Restschuld beglichen wird. Der Kreditnehmer genießt hierbei den Vorteil, dass er für die Dauer der Zinsbindung mit den festen monatlichen Raten kalkulieren kann. Diese Finanzierungsform ist auf einen langen Zeitraum ausgelegt, nicht selten beträgt die Laufzeit 30 Jahre.

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Eine weitere Variante ist die Verwendung eines Tilgungsdarlehens. Auch hier setzt sich die Rate aus Zins und Tilgung zusammen, doch anders als beim Annuitätendarlehen wird der Tilgungsanteil fest vereinbart. Der Zinsanteil berechnet sich aus der Summe der Restschuld. Da die Restschuld mit der Zeit kontinuierlich abnimmt, fällt auch der Zinsanteil, und so wird auch die monatlich zu erbringende Tilgungsrate mit jeder erbrachten Ratenzahlung allmählich geringer. Sowohl das Annuitätendarlehen wie auch das Tilgungsdarlehen sind für eine Kreditlaufzeit von mindestens 10 Jahren oder mehr ausgelegt.

Hausfinanzierung durch Bausparverträge oder durch Wohn-Riester

Bei einem klassischen Bausparvertrag sammelt sich die Bausparsumme über mehrere Jahre hinweg durch laufende Zahlungen an, zu denen beispielsweise vermögenswirksame Leistungen, die Eigenheimzulage oder sonstige monatliche Ansparungen gehören. Ein Vorteil am Bausparvertrag ist, dass sich über den Sparzeitraum ein Eigenkapital bildet. Experten raten dazu, vor dem Hauskauf oder Bau über ein gewisses Eigenkapital zu verfügen, das sich idealerweise bei 25% der Baufinanzierung bewegt. Hierfür eignet sich ein Bausparvertrag besonders gut, da sich bereits ein Eigenkapitalanteil bilden konnte. Nachdem der Vertrag als „auszahlungsreif“ befunden wurde, kann der Sparer ein Bauspardarlehen vereinbaren oder sich den angesparten Betrag auszahlen lassen.

Auch der Wohn-Riester Bausparvertrag ist eine weitere Option zur Hausfinanzierung, die den Sparern ein mietfreies Wohnen im Rentenalter ermöglichen soll. Dabei können die Sparer von den Förderzulagen nach den gängigen Riester-Regeln profitieren.

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21. Juli 2010 von

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