Hausbau nur mit Eigenkapital günstig?

Man lernt es von Kind auf, sparen sorgt für später und Wünsche können dadurch leichter erfüllt werden. Wer rechtzeitig für ein finanzielles Polster sorgt, möchte mit Sicherheit später eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus besitzen. Meistens werden mit Beginn der Ausbildung Bausparverträge angelegt, die über die sogenannte vermögenswirksame Leistung gefüttert werden. Das heißt aber nicht, dass jeder Hausbesitzer oder Bauherr diesen Weg gegangen ist, so mancher hat sich später einfach umorientiert und versucht, auch auf eine Hausfinanzierung ohne Eigenkapital zu kommen. Dieser Weg ist natürlich ebenso möglich, denn nicht jeder hat schon in der Jugend die Möglichkeit, Geld zu sparen und kommt erst viele Jahre später dazu. Wenn Hauseigentum zwingend an vorhandenes Eigenkapital gebunden wäre, würde es wahrscheinlich weit weniger Hausbesitzer geben.
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Mit Eigenkapital wird es leichter

Vor allem junge Leute möchten heute ein eigenes Haus besitzen, besonders wenn der Nachwuchs sich anmeldet oder gerade auf die Welt gekommen ist. Wenn das Eigenkapital nicht vorhanden ist und eine sogenannte 100%-Finanzierung für den Hausbau gemacht werden muss, wird die monatliche Belastung höher ausfallen, als mit einer bestimmten Eigenkapitalquote. Es war immer die Rede davon, dass eine Hausfinanzierung zu einem Drittel mit Eigenkapital bestritten werden müsse, um sie auf die nötige lange Sicht ausführen zu können. Heute sind oft nur noch etwas mehr als 10 % Eigenkapital vorhanden, die an Immobilienfinanzierungen interessierten Kunden sind bereit, ein höheres Risiko bei der Finanzierung einzugehen. Dieses besteht dann darin, dass die Finanzierung nur so lange günstig ist, wie der Zinssatz unten bleibt. Wird er angehoben, kann schnell die abgeschlossene Finanzierung teurer werden und droht dann, den finanziell engen Rahmen zu sprengen. Durch den niedrigen Zinssatz wagen auch Verbraucher das Risiko Hauskauf, die es sich sonst vielleicht nicht trauen würden, weil sie die finanziellen Mittel nicht sehen.

Der Zinssatz abhängig von der Eigenkapitalquote

Wer ohne Eigenkapital eine Baufinanzierung aufnehmen möchte, ist für die Banken ein höheres Risiko, als ein Verbraucher mit 10 % oder mehr an Grundlage. Die Banken rechnen sehr genau vor, wie viel Geld der Einzelne für das tägliche Leben benötigt. Hier werden sämtliche Kosten und Rücklagen einkalkuliert, ob man sie braucht oder nicht. Außerdem sind die Bau- oder Kaufnebenkosten ein Posten, der ebenfalls finanziert werden muss. Alleine durch die Grunderwerbssteuer steigt der Bedarf an finanziellen Mitteln erheblich, ganz zu schweigen von Notarkosten, Grundbucheintragungen, Immobilienmakler und anderen Faktoren. Schon bei einer Finanzierung mit 80 % Kreditanteil rechnen die Banken zu dem günstigen Zinssatz 0,5 % oder mehr hinzu. Bei einer 100%-Finanzierung kann dies auch einen ganzen Prozentpunkt ausmachen, wodurch diese natürlich einen ordentlichen Sprung in die Höhe macht. Außerdem wird die Anschlussfinanzierung ebenso teurer und der Zeitpunkt der Schuldenfreiheit rückt wieder in weitere Ferne.

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13. Oktober 2012 von

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