Hausfinanzierung ohne Eigenkapital – So kann es funktionieren

Oft scheitert es bei der Hausfinanzierung am notwendigen Eigenkapital der Verbraucher, um sich den Traum des Eigenheimes zu verwirklichen. Früher gewährten die Banken nur einen Hauskredit in Höhe von 80 Prozent der Baukosten, für den Rest musste der Bauherr selber aufkommen – plus den anfallenden Nebenkosten natürlich. Ein teures Spielchen, für das nur wenige Menschen die notwendigen Mittel aufbringen können. Aus diesem Grund wurde der Hauskauf ohne Eigenkapital, die sogenannte Vollfinanzierung, immer gefragter. Dieses Finanzierungsmodell ist auch unter dem Namen 100 Prozent Finanzierung geläufig. Je nach Bank werden manchmal sogar mehr als „nur“ die Baukosten über den Kredit gedeckt. So lässt sich beispielsweise auch die notwendige Einbauküche gleich mitfinanzieren.

Vollfinanzierung – Den ersten Schritt machten ausländische Banken

Hinter der Großzügigkeit der Banken verbirgt sich natürlich auch ein gewisser Marktzwang, den die Töchterunternehmen ausländischer Banken nach Deutschland brachten. ABN Amro Hypotheken Group ist wohl einer der bekanntesten Banken, die gemeinsam mit weiteren Pionieren den Startpfiff zur Vollfinanzierung in Deutschland gab. Kurz darauf schlossen auch deutsche Banken auf und gaben der 100 Prozent Finanzierung eine Chance. Die größte Voraussetzung einer Vollfinanzierung ist natürlich die Sicherheit eines festen Einkommens. Dafür müssen die Kunden selbstverständlich seit einiger Zeit bei ihrem aktuellen Arbeitgeber angestellt sein und dürfen sich, wie bei einem normalen Ratenkredit auch, nicht in der Probezeit befinden.

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Abdeckung der Nebenkosten möglich

In Deutschland wird es immer schwieriger, dem Immobilienmarkt ohne einen Makler entgegenzutreten – wie man bereits bei der Anmietung von Wohnräumen sehr gut erkennen kann. Auch beim Hauskauf machen Maklerprovisionen einen großen Teil der Nebenkosten aus, doch kommen hier noch weitere Aufwände dazu, wie beispielsweise die Grundsteuer, der Eintrag ins Grundbuch und natürlich auch Kosten für den Notar. Mit einem Kredit, der bis zu 108 oder sogar 110 bis 120 Prozent des Kaufpreises abdeckt, wird es selbst dann für Personen einfacher, das notwenige Geld für die Nebenkosten aufzubringen, wenn noch keine Geldrücklagen gebildet wurden.

Ein höherer Tilgungssatz für den schnellen Schuldenabbau

Da die Vollfinanzierung einen beträchtlich hohen Betrag beleiht, steigt damit natürlich auch das Risiko, dass im Fall eines möglichen Hausverkaufs nicht der notwendige Betrag aufgebracht werden kann, um den Kredit vollständig zu tilgen. Dementsprechend würde der Kredit selbst nach einem erfolgreichen Verkauf weiterhin Monat für Monat seine Raten einfordern, obwohl das Haus bereits in die Obhut eines neuen Besitzers überging. Wer einen höheren Tilgungssatz wählt, muss zwar deutlich mehr Raten zahlen, kommt aber auch entsprechend schneller von seinen Schulden wieder weg.

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17. August 2010 von

Comments

  1. Sammy Okowonko says:

    Zuerst das Auto und jetzt das Haus. Man kommt echt ins grübeln, ob die Regierung noch richtig tickt. Auf der einen Seite muss gespart werden und auf der anderen Seite werden neue Millionenausgaben geplant. Alte Energiefresser zu sanieren macht natürlich Sinn. Aber ist es das richtige Konzept, wieder neue Ausgaben zu schaffen? Eigentlich sollte jeder Hausbesitzer ein eigenes Interess haben, die Energiekosten zu senken.

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