Wie funktioniert die günstige KfW-Bank Förderung?

kfw foerderungWer heute nach den eigenen vier Wänden Ausschau hält, kann grundsätzlich auf eine günstige Finanzierung hoffen, ein vergleich der Baufinanzierung lohnt sich, denn die Hypothekenzinsen sind nach wie vor preiswert. Dafür gilt es natürlich einige Voraussetzungen zu erfüllen. Vor allem sind in diesen Bereichen Vergünstigungen im Angebot:

  • Bauen
  • Wohnen
  • Energie sparen

Förderprogramme sollen vor allem den Verbrauchern unter die Arme greifen, die energieeffiziente Häuser bauen oder ihre Immobilie nach den neuesten Erkenntnissen energetisch sanieren möchten. Das ist in der heutigen Zeit nicht nur wegen der ständig steigenden Energiekosten sehr sinnvoll, sondern wird auch deshalb belohnt, weil es zu einer Verbesserung der Umwelt beiträgt. Viele Verbraucher sind der Meinung, dass die KfW-Förderung nur für Bauherren angeboten wird. Das ist so nicht richtig, denn auch der Ersterwerb von saniertem Wohnraum wird gefördert und auch wer unter dem Aspekt der Nutzung von erneuerbaren Energien umbaut, kann sich auf zinsgünstige Darlehen freuen. Da da Thema Wohnen im Alter immer mehr in den Vordergrund gerückt wird, kann auch für den senioren- oder behindertengerechten Umbau von Wohnungen oder Häusern auf staatliche Unterstützung gehofft werden. Das ist besonders für Senioren mit einer kleinen Rente sehr wichtig zu wissen, vor allem, wenn ohne Umbau der Auszug aus dem eigenen Haus in ein Pflegeheim droht.

Weil es jedoch nicht den einen Energiestandard gibt, sondern verschiedene Niveaus der Einsparmöglichkeiten genutzt werden können, hat auch die KfW-Bank ein Qualitätszeichen festgelegt. Je nach Höhe der Einsparung durch die verschiedenen Maßnahmen ist auch die Höhe der Förderung unterschiedlich. Dazu wurde seit dem Jahr 2010 zusätzlich zum bekannten Begriff KfW-Effizienzhaus durch die Schaffung zweier zusätzlicher Bezeichnungen noch einmal genauer spezifiziert. Hinter der Bezeichnung steht eine Zahl, wie zum Beispiel KfW-Effizienzhaus-70, 55 oder 40. Diese Zahl sagt aus, in welcher Höhe der Jahresprimärenergiebedarf im Vergleich zu einem Haus nach den Vorschriften der Energieeinsparverordnung sein darf. Je niedriger die Zahl, desto besser ist natürlich das Energieniveau. Auch der Höchstwert für den Wärmeverlust durch die Gebäudehülle ist ausschlaggebend, auch wenn er nicht genannt wird. Auch er wird im Vergleich zu einem Referenzhaus angesetzt. Die genannte Zahl hinter dem Begriff gibt Auskunft darüber, wie hoch der Prozentsatz des Jahresprimärenergiebedarfs sein darf, bei KfW-Effizienzhaus 40 also 40 %.

Da mit steigendem Prozentsatz auch die fachlichen Anforderungen an die ausgeführten Arbeiten steigen, wird von der KfW ab dem KfW-Effizienzhaus 55 zusätzlich eine Begleitung durch Sachverständige verlangt. Dies ist auch als eine Sicherheit für den Bauherrn zu sehen, da dadurch gewährleistet werden soll, dass der geforderte Standard auch wirklich erreicht wird.

Ein altes Haus energetisch sanieren und eine Förderung der KfW-Bank nutzen

Wer ein schönes altes Haus besitzt, das leider nicht den neuesten Energieverordnungen entspricht, kann mithilfe der KfW-Bank ein günstiges Darlehen zur Sanierung bekommen. Energetische Modernisierungen können sowohl die Eigentümer einer Wohnimmobilie, die Ersterwerber sowie die Mieter einer Immobilie beantragen. Dazu würden übrigens auch Eigentümergemeinschaften gehören, wie sie heute vielfach für die alternative Wohnform von Jung und Alt unter einem Dach genutzt wird. Oft sind es die alten Villen, die aufgrund ihrer Zimmeranzahl zu solchen Objekten umgebaut werden sollen. Wenn die Wärmedämmung der Fassade, des Dachs sowie der einzelnen Geschossdecken, die Erneuerung der Fenster, Türen, Heizung und der Einbau einer Lüftungsanlage vorgesehen sind, handelt es sich um energetische Maßnahmen aus dem Standard des KfW-Effizienzhauses. Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, können davon ebenso berücksichtigt werden.

Da nicht jeder Hauseigentümer oder Bauherr ein Fachmann auf diesem Gebiet ist, sollte vor der Modernisierung und Beantragung der KfW-Bank Fördermittel ein Sachverständiger für Energieeffizienz, also ein Energieberater, zurate gezogen. Dieser wird ermitteln, ob die geplanten Maßnahmen sinnvoll und richtig sind und dies auch in einem Gutachten bestätigen. Dieses Gutachten ist Voraussetzung, um die Beantragung der Fördermittel vornehmen zu können. Es sichert dem Bauherrn aber auch zu, dass die geplanten Maßnahmen wirklich sinnvoll sind und keine Bauschäden dadurch entstehen können.

Wie beantragt man eine KfW-Bank Förderung?

Ein Energieberater hilft bei der Ermittlung der Möglichkeiten zur Energieeinsparung durch bauliche Veränderungen, er kann über die Verbraucherberatung gefunden werden. Auch ein bereits vorhandener Energieausweis kann Hinweise dazu liefern, wo die Maßnahmen angesetzt werden können. Mit dem Energieberater zusammen kann der Hauseigentümer ermitteln, welche Maßnahmen sinnvoll und nützlich sind. Auch für die Kosten dieser Vor-Ort-Beratung können Zuschüsse erhalten werden, hierfür ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, der Antrag kann über den Energieberater gestellt werden. Nach der Ermittlung der Baumaßnahmen und der Bestätigung zum Antrag kann das entsprechende Förderprogramm ausgewählt werden. Hier sind auch Kombinationen möglich, beispielsweise kann auch das Badezimmer modernisiert, Räume vergrößert oder Schwellen beseitigt werden. Auch dazu gibt es Förderungsmöglichkeiten. Wichtig ist jedoch, dass der Antrag vor Beginn der Bauarbeiten eingereicht wird. Der Antrag selbst wird bei der Hausbank des Antragstellers eingereicht, dazu die Bestätigung zum Antrag, die der Energieberater ausgestellt hat, vorgelegt werden.

Nach Vorliegen der Förderzusage kann mit den Bauarbeiten begonnen werden. Alternativ kann dann auch ein Kaufvertrag abgeschlossen werden. Bei der Förderung ab KfW-Effizienzhaus 55 ist es erforderlich, einen Energieberater zur Kontrolle der Bauarbeiten in Anspruch zu nehmen. Das gleiche gilt auch bei einem denkmalgeschützten Haus, das energetisch saniert wird. Innerhalb von 9 Monaten nach Auszahlung des Gesamtförderbetrages muss die Bestätigung der Durchführung durch den Energieberater an die Hausbank weitergeleitet werden.

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1. März 2013 von

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