Wie kommt man zu einer Auslandsimmobilie?

auslandsimmobilie kaufenWer den Plan fasst, auszuwandern und in einem Land innerhalb oder außerhalb von Europa zu leben, wird dafür seine Gründe haben. Besonders in Zeiten der Europäischen Union ist es keinesfalls ungewöhnlich, im Ausland zu arbeiten, zu leben oder dort ein Haus für den Urlaub zu besitzen. Nicht nur Spanien ist das Ziel vieler Menschen, auch weniger typische Auswanderungsländer oder die USA und Kanada wird zum künftigen Heimatland erklärt. Die meisten Menschen möchten in einer besonderen Landschaft leben, sie wandern aus, um den australischen Kontinent oder die Berge in Kanada jeden Tag genießen zu können. Die beruflichen Perspektiven spielen zwar eine wichtige Rolle, sind aber nicht unbedingt ausschlaggebend für den Wegzug. Die meisten Menschen, die sich in Deutschland mit dem Thema Auslandsimmobilie befassen, wollen ein Haus in ihrer Lieblingsurlaubsregion kaufen.

Was muss man beim Kauf einer Auslandsimmobilie beachten?

Der Wunsch, am Lieblingsurlaubsort im eigenen Haus zu wohnen, bringt viele Menschen dazu, sich im Ausland eine Immobilie anzuschaffen. Vor allem in Spanien, Frankreich oder auch in Österreich oder Italien werden Häuser gekauft. Dorthin, wo man jahrelang in Urlaub fuhr, möchte man spätestens am Lebensabend wohnen. Viele Verbraucher schreckt aber noch der Gedanke an die Finanzierung des Hauses im Ausland und die fremden Gesetze und Gewohnheiten zurück. Die Finanzierung im Ausland ist nicht zwingend der einzige Weg, zu einem Hauseigentum im Ausland zu kommen. Wer in Deutschland ein schuldenfreies Haus besitzt, kann darauf eine Hypothek eintragen lassen und mit dem dadurch erhältlichen Geld das Haus im Ausland bezahlen. Das ist wahrscheinlich der einfachste Weg, denn in diesem Fall sind weder die Einzelheiten für eine Finanzierung im Ausland wichtig, noch muss ein Notar mit speziellen Aufgaben betraut werden. Eine solche Finanzierung ist außerdem zu sehr viel günstigeren Konditionen als üblich möglich, weil man als Hauseigentümer die besseren Konditionen bekommen kann. Durch die Hypothek ist Sicherheit gegeben, die der Kreditnehmer sich sonst teuer erkaufen muss.

Wird nach dem Vergleich der Baufinanzierung die Auslandsimmobilie im Land des Standortes des Hauses finanziert, muss man als neuer Eigentümer teilweise mit viel höheren Darlehenskonditionen rechnen, als in Deutschland. Solange man das Haus im Euroraum kauft, besteht wenigstens nicht die Notwendigkeit, sich wegen Währungsschwankungen, die Verteuerungen bedeuten können, absichern zu müssen. Aber auch in solchen Fällen kann man sich durch gute Strategien davor bewahren, einen finanziellen Nachteil zu erhalten. Für den Kauf einer Auslandsimmobilie sollte man sich grundsätzlich über die Gepflogenheiten zu diesem Thema informieren. Was man in Deutschland gewohnt ist, muss im Ausland noch lange nicht bekannt sein. Besonders in südlichen Ländern gelten andere Sitten und Gebräuche, das gilt vor allem im Bereich der Geschäfte. Gerechterweise muss aber auch erwähnt werden, dass viele Objekte in südlichen Ländern oder überhaupt im Ausland viel günstiger sein können. Es muss ja nicht gleich die supermoderne Villa in Teneriffa sein, vielleicht trifft eine kleine Finca oder ein Häuschen auf Kreta eher den Geschmack. Dadurch kann natürlich beim Kaufpreis gespart werden, es lohnt sich vor allem für denjenigen, der auch handwerklich selbst mit an seinem Haus arbeiten kann.

Eine deutsche Finanzierung für eine Auslandsimmobilie

Wird die Finanzierung über einen deutschen Kreditgeber vorgenommen, stehen ebenfalls die Bereiche Hypothekendarlehen und Bauspardarlehen zur Auswahl. Manche Kreditanbieter haben sich sogar auf die Finanzierung von Objekten im Ausland spezialisiert, auch in dieser Hinsicht machen sich die Auswirkungen der EU bemerkbar. Etwas schwieriger wird jedoch die Finanzierung über ein deutsches Kreditinstitut nach Übersee. Meistens wird Unterstützung bei der Beschaffung von Gutachten oder auch bei der Gestaltung des Kaufvertrages oder bei der Suche nach dem Notar für die Grundbucheintragung geboten. Dafür müssen jedoch meistens zusätzliche Gebühren bezahlt werden, auch die Dienstleistung der Bank in diesem Bereich wird in Rechnung gestellt. Grundsätzlich ist es so, dass ein Käufer einer Immobilie im Ausland als ausländischer Erwerber immer mehr Eigenkapital benötigt, als beim Immobilienkauf im eigenen Land.

Ein Haus im Ausland bauen

Dies gilt natürlich um einiges mehr, wenn ein Haus im Ausland gebaut werden soll. Hierbei bestehen natürlich noch viel mehr „Gefahren“, weil Baufirmen und Handwerker beauftragt werden müssen. Die Mentalität der Menschen ist in einigen Ländern eine deutlich andere zu der im eigenen Land. Deshalb sollte bei der zeitlichen Planung nicht zu eng kalkuliert werden. Auch im Ausland sind Urlaube und Ferien ein Grund, warum die Bauarbeiten nicht weitergehen. Auch nicht rechtzeitig bestellte Materialien können dafür die Ursache sein. Vor allem ist es wichtig, sich finanziell abzusichern. Ein Eintrag im Grundbuchregister schützt auch im Ausland vor betrügerischen Absichten und ein Vorvertrag reicht beispielsweise in Spanien durchaus aus, den Kauf eines Grundstücks oder Hauses als bindend anzusehen. Trotz aller Schönheit der Landschaft sollte man sich jedoch nicht zu voreiligen Käufen hinreißen lassen. Zwar mögen die Verlockungen groß sein, aber wenn der Swimmingpool nachher aus Geldmangel nicht gefüllt werden kann, ist das alles andere als angenehm.

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17. Februar 2013 von

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