Zinsen auf Rekordtief sorgen für Fragen

Wenn der Verbraucher einen Wunsch hat und diesen finanzieren möchte, leiht er sich das Geld bei seiner Hausbank oder vergleicht im Internet die Konditionen der Direktbanken. Durch diese praktische Handhabung kann das geliehene Geld zu den günstigsten Konditionen in Anspruch genommen werden. Die Banken orientieren sich bei ihren Zinsangeboten natürlich an den eigenen Kosten, sie müssen sich das Geld schließlich auch bei der EZB, der Europäischen Zentralbank, ausleihen. Diese passt den Zinssatz für das an die Banken ausgegebene Geld den wirtschaftlichen Verhältnissen an und kann schon seit einer geraumen Weile ein sehr günstiges Angebot weitergeben. Der Europäische Wirtschaftsraum ist ein einheitlicher Finanzmarkt, der den sogenannten Leitzins festlegt. Seit einer geraumen Weile liegt der Zinssatz, zu dem sich die Banken das Geld holen, bei 1 %, Beobachter rechnen damit, dass diese Zinsen auf Rekordtief auch noch für eine Weile so bleiben wird.
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Für die Verbraucher kann das sehr verführerisch sein

Natürlich haben die EZB und die Banken nicht ausschließlich das Wohl der Kunden im Blick. Der Zinsatz auf Rekordtief hat weitreichende Gründe, die vor allem in der schwachen Konjunktur und den verschuldeten Staatshaushalten begründet sind. Um den europäischen Ländern zu helfen, deren finanzielle Lage eher grau als rosig ist, wird dieser niedrige Zinssatz auch noch für eine Weile so niedrig bleiben. Auch auf der EZB-Pressekonferenz wurde davon gesprochen, dass diese Geldpolitik, die als Gegenmittel zur Inflationsgefahr eingesetzt wurde, noch ein paar Monate anhalten wird. Das bewegt so manchen Verbraucher dazu, sich nun endlich den Traum vom eigenen Haus, der Eigentumswohnung oder einer anderen größeren Investition zu verwirklichen.

Zinsen auf Rekordtief und der Immobilienmarkt

Niedrige Zinsen verführen zum Kauf und vor allem zum Vergleich der Baufinanzierung. Verbraucher, die jetzt eine Anschaffung machen wollen, die bis dahin vielleicht aufgrund hoher Zinsen unmöglich war, freuen sich derzeit über die aktuelle Zinssituation. Auch Häuslebauer und Immobilienkäufer greifen nun zu, die Zinsen der Baufinanzierungen sind ebenfalls auf einem rekordverdächtigen Tiefpunkt. Das hat natürlich wiederum auch Auswirkungen auf das gesamte Baugewerbe, hier sind die Auftragsbücher so gut gefüllt, wie schon lange nicht mehr. Im ersten Halbjahr 2012 wurde ein Plus an Aufträgen von über 4% verzeichnet, wodurch auch der Umsatz um über 6% auf gut 9 Milliarden Euro gestiegen ist. Trotzdem sollte man als künftiger Hausbesitzer vorsichtig sein und sich trotz der günstigen Konditionen ausreichend beraten lassen. Weiterhin sind 20-30% Eigenkapital sehr wichtig, vor allem auch deshalb, weil die Kaufnebenkosten wie Grundbuch, Notar und Grunderwerbssteuer nicht günstiger geworden sind.

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12. Oktober 2012 von

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