Risikolebensversicherung mit riskanten Hobbys – Unbezahlbar?

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Eine Familie muss im alltäglichen Leben einer Menge Zahlungspflichten nachkommen. Die Zahlung der monatlichen Miete, Krankenversicherungen, vielleicht ein Kredit für ein Haus oder Auto und die gängigen Lebenserhaltungskosten, wie sie für die Einkäufe der Lebensmittel oder auch Schulsachen für die Kinder fällig werden, sind nur einige der Kosten, mit denen eine Familie zu rechnen hat. Wenn ein Familienversorger seine Familie für den Fall seines Todes absichern möchte, ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung ein naheliegender Gedanke.

Die Risikolebensversicherung ist ein reiner Todesfallschutz und – anders als die entsprechend teurere Kapitale Lebensversicherung – keine Sparanlage. Sie dient in erster Linie zur Hinterbliebenenvorsorge. Stirbt der Versicherte, wird die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen ausgezahlt.

Es gibt eine Menge Versicherer, die eine Risikolebensversicherung anbieten, und ebenso variieren auch ihre Preise für den Versicherungsschutz. Besonders Menschen mit riskanten Hobbys, wie das Segelfliegen, Fallschirmspringen oder Tiefseetauchen müssen bei vielen Versicherern mit einem Risikozuschlag rechnen. Der Finanztest hat sich in der Ausgabe vom April 2010 die verschiedenen Angebote genauer unter die Lupe genommen und festgestellt: Ein Fallschirmsportler muss für seine Risikolebensversicherung derzeit 567 Euro im Jahr zahlen, während ein gleichaltriger Mann ohne dieses Hobby nur 274 Euro zahlen muss.

Ein bemerkenswerter Unterschied also. Wer sich im Vorfeld nicht ausreichend informiert, wird durch den Risikozuschlag eine Menge Geld in seine Versicherung investieren müssen. Für Menschen, die ein solches riskantes Hobby pflegen, empfiehlt es sich, die Augen nach einem Versicherer ohne diesen Zuschlag offenzuhalten. Ergo Direkt ist einer der Versicherer, die auf den Risikozuschlag verzichten.

Auch das Eintrittsalter spielt bei der Beitragskalkulierung für den Versicherer eine nicht ganz unbedeutende Rolle. Hier gilt: Je früher man die Risikolebensversicherung abschließt, umso günstiger wird der Preis im Endeffekt ausfallen. Zum Beispiel zahlt ein 27-jähriger Mann für seine Risikolebensversicherung mit einer Versicherungssumme von 150.000 Euro bei CosmosDirekt einen Jahresbeitrag von 177 Euro, so der Finanztest. Bei einem 54-jährigen Mann mit nur 50.000 Euro Versicherungssumme beträgt der Preis bei den günstigen Anbietern (Ergo Direkt und Neckermann) 174 Euro. Beide Verträge würden bis zum 65. Geburtstag des Versicherten laufen.

Weiter Faktoren, die den Preis beeinflussen, ist der Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers. Um das Risiko genau einschätzen zu können, wird der Versicherer sich über den Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers erkundigen. Ein Nichtrauche für seine Risikolebensversicherung viel weniger zahlen müssen, als ein gleichaltriger Raucher. Auch das Gesicht und der Blutdruck werden für die Risikoeinschätzung berücksichtigt.

Schließt ein besonders junger Mensch eine Risikolebensversicherung ab, sollte auf eine Nachversicherungsgarantie geachtet werden. Ist diese im Vertrag mit eingeschlossen, kann der Versicherte die Versicherungssumme später ohne eine erneute Gesundheitsprüfung anpassen. Das ist besonders ratsam, wenn sich die Lebenssituation des Versicherten beispielsweise durch eine Heirat oder Zuwachs verändert.

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  • Chantal sagt:

    interessanter artikel, jetzt muss ihc nur noch irgendjemanden finden der mir das ganze nochmal im detail erklären kann. :)

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