Vorsicht vor der Versorgungslücke im Alter

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Viele Deutsche unterschätzen den Betrag, der ihnen mit dem Eintritt in das Rentenalter fehlen wird. Laut einer Studie der Finanzberatungsgesellschaft Plansecur sehen die meisten Rentensparer, genauer gesagt 90 Prozent, ihrer Rentenhöhe zu optimistisch entgegen und planen für das Alter mit mehr Geld voraus, als ihnen tatsächlich zur Verfügung stehen wird. Im Rahmen dieser Studie berichteten 60 Experten über ihre Erfahrungen aus der Praxis und nannten ihre Empfehlungen für den privaten Vermögensaufbau, um den finanziellen Bedarf im Alter zu decken.

Was ist die Versorgungslücke?

Der finanzielle Bedarf liegt im Ruhestand meistens deutlich über dem Einkommen, das den Verbrauchern zum Zeitpunkt des Rentenzeitalters zur Verfügung stehen wird. Diese Differenz des finanziellen Bedarfs zum tatsächlichen Einkommen wird als Versorgungslücke bezeichnet und gibt an, wie viel Einkommen dem Rentenempfänger monatlich fehlen würde, um seinen Bedarf zu decken.

Mit der Ermittlung der Versorgungslücke können Verbraucher erfahren, welche zusätzlichen Versorgungsmaßnahmen sie treffen müssten, um den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten.

Rechtzeitig für das Alter vorsorgen! Die Empfehlungen der Studie

Die Experten warnen davor, die Versorgungslücke im Alter zu unterschätzen und rechtzeitig vorzusorgen, denn ohne eine private Vorsorge steuern die Verbraucher gezielt der Altersarmut entgegen. Drei Viertel der in der Studie befragten Berater bewerteten die betriebliche Altersversorgung als für die private Vorsorge gut geeignet. Auch die Riester Rente konnte mit 67 Prozent ähnlich gut abschneiden, zur Rürup-Rente hingegen wird für Arbeitnehmer abgeraten. Diese liegt mit 25 Prozent nur knapp über den Aktienfonds, die 20 Prozent erhielten.

Für Selbstständige und Freiberufler hingegen könnte die Rürup-Rente mit einer sehr guten Note überzeugen, denn ähnlich wie zuvor die Riester-Rente bei Arbeitnehmern, konnte die Rürup-Rente bei Selbstständigen 74 Prozent der Experten überzeugen. Platz Zwei der Vorsorgemöglichkeiten für Selbstständige erreichte die betriebliche Altersversorgung in Form einer Gesellschafter-Geschäftsführer-Versorgung.

Die private Kapitallebensversicherung, Geldmarktanlagen und Rentenfonds wurden von den Fachleuten sowohl für Arbeitnehmer wie auch für Selbstständige als ungeeignet empfunden und landeten somit an letzter Stelle der empfehlenswerten Möglichkeiten zur privaten Altersvorsorge.

Versorgungslücke sollte regelmäßig überprüft werden

Inzwischen lässt sich die jeweils individuelle Versorgungslücke über verschiedene Online Rechner auf eine einfache Weise herausfinden. Es reicht jedoch nicht, die Versorgungslücke nur einmal zu bestimmen, da auch diese sich mit den verschiedenen Faktoren ändert, die in die Berechnung einfließen. Dazu gehören beispielsweise die berufliche Stellung, der Wegfall von Hypothekenzahlungen, Kosten bei Erkrankungen und weitere. Idealerweise sollte eine Überprüfung zumindest einmal im Jahr stattfinden, damit sich die private Altersvorsorge einer möglichen Veränderung der individuellen Situation angleichen lässt.

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